Biotechnologie

Weiße Biotechnologie

Die industrielle Nutzung der Biotechnologie wird als ”Weiße Biotechnologie” bezeichnet. Hierbei kommen gentechnisch veränderte Mikroorganismen bei der Herstellung und Bearbeitung von Lebensmitteln, Textilien, Papier, Chemikalien, Vitaminen oder Wasch- bzw. Reinigungsmittel zum Einsatz. 

Biotechnologische Verfahren sind oft umweltfreundlicher und ressourcenschonender als herkömmliche bzw. chemische Vorgänge. Hier zwei Beispiele:

  • Biokatalysatoren in Waschmitteln ermöglichen eine Senkung der Waschtemperatur.
  • Mit Hilfe von enzymbasierten Verfahren wird der ”Stonewashed-Effekt” bei Jeans erzeugt, der vorher eine aufwendige Prozedur mit Bimsstein erforderlich machte.

Zu den wirtschaftlich bedeutendsten Produkten der weißen Biotechnologie zählen:

  • Lebensmittelzusatzstoffe wie z. B. Zitronensäure 
  • Medikamente wie z. B. Antibiotika.

Den biotechnologischen Verfahren in der Industrie wird ein starkes Wachstumspotenzial prognostiziert!

In einem Artikel des “Manager Magazins” vom April 2010 war sinngemäß zu lesen, daß die weiße Biotechnologie wohl die Chemiebranche in Deutschland “völlig umkrempeln” wird. Es wurde dort der Vergleich mit der Datenverarbeitung hergestellt, wonach die Veränderungen so gravierend sein werden, daß es sich mit dem Umstieg von der analogen zur digitalen Informationsverarbeitung vergleichen läßt.

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