Andrew Carnegie

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Aufschwung der globalen Wirtschaft vor allem durch zwei Rohstoffe geprägt: Erdöl und Stahl!

Da die Vereinigten Staaten von Amerika damals einerseits noch unermeßliche Vorkommen an diesen Bodenschätzen hatten und andererseits kaum Wettbewerbsgesetze bestanden, konnten sich Monopole ungebremst ausbreiten.

In der Ölbranche war dies die Standard Oil Company von John D. Rockefeller, Sr. und das Stahl-Imperium wurde angeführt durch Andrew Carnegie.

Carnegie, geboren in Schottland, wanderte er als 13-jähriger mit seiner Familie nach Pennsylvania aus. Zunächst verdiente er durch verschiedene Gelegenheitsarbeiten in unterschiedlichen Branchen seinen Lebensunterhalt und erreichte eine leitende Position im Eisenbahnsektor.

Später steigerte er sein Vermögen durch geschickte Investitionen, hauptsächlich in Stahlunternehmen. Die in diesem Zusammenhang erworbenen Kenntnisse über Stahl nutzte er erstmals mit eigenen Unternehmen, indem er 1870 seinen ersten Hochofen und drei Jahre später ein Stahlwerk bauen ließ. 

Aus diesen Anfängen heraus und durch eine Fusion mit dem Stahlunternehmen von Henry Clay Frick entstand die Carnegie Steel Company, die 1892 der größte Stahlkonzern der Welt war.

Hier ein interessantes Zitat von ihm (auch wenn die Lehre daraus wohl kaum umsetzbar ist):

“Wenn wir unsere Feinde hassen, geben wir ihnen große Macht über unseren Schlaf, unseren Appetit, unsere Gesundheit und unsere Geistesruhe.”  

1901 verkaufte Carnegie sein Unternehmen, welches von den Käufern in “US Steel” umbenannt wurde.

Heute ist  die United States Steel Corporation weiterhin das größte Stahl-Unternehmen der USA. Allerdings gehören die USA heute nicht mehr zu den weltweit führenden Stahlproduzenten.

Die größten Stahlunternehmen der Welt heißen ArcelorMittal (Holland/ Luxemburg) und Nippon Steel (Japan).

Stahl ist nach wie vor ein wichtiger Rohstoff – noch größere und weiter steigende Bedeutung hat jedoch nach wie vor Erdöl!

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