Vereinigte Ostindische Companie
16. Jahrhundert – die Portugiesen beherrschten die Schifffahrt im indonesischen Raum – weitere Akteure waren dort die Spanier und Engländer.
Die Niederländischen Provinzen gehörten zunächst zu Spanien und konnten dadurch auch die Märkte in Übersee erschließen. Nachdem sie sich im 80-jährigen Krieg die Unabhängigkeit erkämpft hatten, waren sie allerdings zunächst von den ostindischen Märkten ausgeschlossen.
In Verbindung mit dem Wirtschaftsaufschwung, der sich durch das Kriegsende und weitere positive Voraussetzungen ereignete, entwickelte sich u. a. die Schifffahrt ausgezeichnet.
So gründeten im Jahre 1602 mehrere holländische Handelsgesellschaften zusammen die Vereinigte Ostindische Kompanie (V.O.C.) und damit die erste Aktiengesellschaft der Welt.
Die Aktien der Vereinigten Ostindischen Kompanie sind jedoch nicht mit heutigen börsengehandelten Aktien vergleichbar. So mußten sie zehn Jahre im Besitz gehalten werden und konnten danach wieder für weitere zehn Jahre gezeichnet werden. Ferner war mit dem Besitz dieser Aktien keinerlei Einfluß auf die Geschäftsleitung der “VOC” verbunden.
Die asiatische Handelsniederlassung der “VOC” wurde die Stadt Batavia, die spätere indonesische Hauptstadt Jakarta.

