Atomenergie
Angesichts der Energieverknappung auf unserem Planeten, wird auch die Atomenergie, trotz der damit verbundenen Risiken, weiter ihren Beitrag zur Weltenergieversorgung leisten müssen.
Seit dem Erdbeben bzw. der Nuklearkatastrophe in Japan macht sich Widerstand gegen diese Art der Energieerzeugung breit. Während die Kernkraft in Deutschland vor Fukushima als Brückentechnologie galt, um mehr Zeit für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu gewinnen, wird nun über einen frühzeitigen Ausstieg verhandelt.
Viele Industriestaaten weltweit setzen jedoch weiter auf Atomstrom aus bestehenden Anlagen während die Schwellenländer wie China, Indien und Rußland sogar den Ausbau forcieren!
Wie man es auch drehen und wenden mag – die Welt benötigt große Mengen an Energie, die nach wie vor aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird. Als Kapitalanleger können Sie in dieses knappe Gut investieren – informieren Sie sich hier über eine bewährte Möglichkeit der Investition in Öl und Gas:
Neben den Risiken durch Natur- und sonstige Katastrophen bzw. durch menschliches Versagen, die den Austritt von Radioaktivität zur Folge haben können, ist vor allem die langfristig riskante Endlagerung der Abfälle problematisch.
Ferner existieren keine verbindlichen internationalen Sicherheitsvorschriften für Atomkraftwerke. Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) hat lediglich Standards festgelegt, die nicht bindend sind.
Am häufigsten in der Kritik stehen die, vor allem in Rußland verbreiteten RBMK-Reaktoren, die eine mangelhafte Gesamtkonstruktion aufweisen. Dieser Reaktortyp wurde auch in Tschernobyl eingesetzt! Des weiteren wird das armenische Kernkraftwerk Mezamor als unsicher angesehen, da es technisch veraltet ist und in einer stark erdbebengefährdeten Region liegt.
Bezüglich der Erdbebengefahr gibt es natürlich weiterhin große Sicherheitsbedenken bei japanischen – aber auch kalifornischen Atomkraftwerken entlang des St.-Andreas-Grabens.
Seit Beginn der Nutzung von Atomenergie sind eine Reihe von Unfällen bekannt, die zum Austritt erheblicher Mengen an Radioaktivität führten. Hier einige der bekanntesten Ereignisse:
1957 Kyshtym, Rußland (INES-Stufe 6)
Explosion eines Tanks mit hochradioaktiven Flüssigkeiten mit Freisetzung großer Mengen an Radioaktivität (Strontium-90 und Cäsium-137). Daraufhin mußte ein Gebiet von 1000 Quadratkilometern mit 10.000 Einwohnern evakuiert werden.
1957 Windscale Pile, Großbritannien (INES-Stufe 5)
(Graphitmoderierte, luftgekühlte Reaktoren) Ein Brand setzte eine Wolke radioaktiven Materials frei, die sich über Großbritannien und weitere Gebiete in Europa verteilte.
1979 Three Mile Island, Pennsylvania, Nähe Harrisburg (INES-Stufe 5)
(Druckwasser-Reaktor, Typ TMI-2) In diesem Kernkraftwerk kam es zu einer partiellen Kernschmelze.
1986 Tschernobyl, Ukraine (INES-Stufe 7)
(Graphitmoderierter Reaktor Typ RBMK-1000) Bei der Simulation eines Störfalls explodierte wegen Mißachtung geltender Sicherheitsbestimmungen der Reaktor. Die Region um Tschernobyl sowie viele Länder in Europa wurden mit den radioaktiven Stoffen Cäsium-137 und Iod-131 kontaminiert.
2011 Fukushima, Japan (INES-Stufe 7)
(Siedewasserreaktoren der dritten bis fünften Generation, Hersteller General Electric, Hitachi und Toshiba) Infolge eines Erdbebens bzw. Tsunamis wurde die Stromversorgung bzw. Kühlung der Reaktorkerne und Brennstäbe außer Kraft gesetzt. Dadurch wurden die Reaktorblöcke 1 bis 4 zerstört und erhebliche Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt.

