Gigantische Ölfelder: Ghawar
König der Könige
- diesen Beinamen gaben die Araber der größten ihrer Ölquellen!
Kein Wunder, denn aus diesem Ölfeld wurden seit seiner Entdeckung im Jahre 1948 sage und schreibe 55 Milliarden Barrel an Rohöl gefördert.
Damit kommt allein aus Ghawar zwischen 6 und 8% der globalen Ölförderung und etwa die Hälfte der Ölproduktion Saudi Arabiens!
Es gibt weltweit insgesamt nur drei gigantische Ölfelder, die mehr als 1 Mio. Barrel Erdöl am Tag produzieren. Hier die ungefähren Förderquoten:
- Ghawar (4,5)
- Cantarell (2)
- Burgan/ Kuwait (1,7)
Ghawar ist also das mit Abstand größte konventionelle Ölfeld der Welt. Von Norden nach Süden unterteilt es sich in acht Zonen: Farzan, Ain Dar, Shedgum, Uthmaniyah, Ghawar, Hawiyah, Al Udayliyah, and Haradh (vgl. Grafik rechts - zum vergrößern bitte anklicken).
Doch auch Ghawar hat seine besten Zeiten gesehen – deshalb setzt der Betreiber, die staatliche Aramco alles daran (mehr Bohrtürme/ einpumpen von Meerwasser) um die Produktion aufrechtzuerhalten.
Twilight in the Desert
Matthew R. Simmons (1943 - 2010) war ein US-amerikanischer Investmentbanker und ehemaliger Berater für Energiefragen von US-Präsident George W. Bush.
Aufgrund seiner ausgiebigen Recherchen der Öl-Fördermengen in Saudi Arabien schrieb er das in USA vieldiskutierte Buch mit dem o. a. Titel. Dort beschreibt er das Risiko eines dramatisch steigenden Ölpreises wegen der rückläufigen Ölförderung auf den großen Ölfeldern der Welt und unterstreicht dies mit der Aussage:
“When Saudi Arabia has peaked, the world has peaked”
- also wenn Saudi Arabien den Peak Oil erreicht hat, gilt das für die ganze Welt. Simmons Recherche dürfte eine der wenigen aussagefähigen Dokumentationen über die saudischen Ölfördermengen sein.
Die vom Saudischen Königshaus selbst veröffentlichten Ölförderdaten werden häufig angezweifelt und als viel zu optimistisch angesehen!
Simmons sagte im Jahre 2005 für 2010 einen Ölpreis von mindestens 200$ pro Fass voraus – eine Prognose, die wahrscheinlich eingetreten wäre, hätte sich in der Zwischenzeit nicht die Wirtschafts- und Finanzkrise ereignet.
Globaler Peak Oil
Inzwischen häufen sich die Veröffentlichungen auch der großen Energie-Organisationen, wie der Internationalen Energieagentur (IEA) und der Energy Information Administration (EIA), die ein zurückliegendes Ölfördermaximum mit derzeit bereits stark rückläufigen, globalen Ölfördermengen beschreiben.
In der Summe der dargestellten Punkte ist unseres Erachtens stark damit zu rechnen, daß eine dramatische Verknappung von Erdöl bevorsteht. Bei gleichzeitig steigendem Welt-Bedarf wird also der Ölpreis, wie schon in den vergangenen zwölf Jahren weiter steigen!
Ein dynamisch weiter steigender Ölpreis bedeutet jedoch gleichzeitig auch steigende Lebenshaltungskosten und eher schlechte Aussichten für die weitere Wirtschaftsentwicklung.
Unter Einbeziehung aller dieser Punkte gibt es derzeit kaum interessantere Anlagemöglichkeiten als die direkte Investition in Öl und Gas. Informieren Sie sich hier:
Lesen Sie auch hier: Die größten Ölfelder der Welt
…und hier: Globale Erdölvorkommen

