Ölquellen/ Ölfelder

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Auf der Welt verteilt gibt es verschiedene Arten von Ölquellen, Ölfeldern oder auch Erdöl-Lagerstätten. Der produktivste Teil davon befindet sich in der sogenannten “Strategischen Ellipse” (vgl. Menüpunkt oben)

Diese Lagerstätten sind meistens sogenannte “Aufwölbungen”, unterhalb derer die Öl- und Gasvorkommen zwischen undurchlässigen Schichten eingeschlossen sind (vgl. Grafik – bitte zum Vergrößern anklicken).

Die zehn größten Ölfelder der Welt (vgl. Rubrik oben), fördern etwa 15% der weltweiten Ölproduktion. Ferner spricht man von 30 ”Elefanten-Ölfeldern”, aus denen ein Viertel der Welt-Ölproduktion stammt.

Strategische Ellipse

Strategische Ellipse

Die ergiebigsten konventionellen Ölfelder liegen in der sogenannten „Strategischen Ellipse“, welche in der Region der der Golfstaaten und Teilen der früheren UDSSR umfaßt. Folgende Länder liegen innerhalb dieses Bereichs: Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Kasachstan (vgl. Grafik – bitte zum Vergrößern anklicken).

Die größten Ölfelder der Welt

Die größten Ölfelder der Welt

Die größten konventionellen Ölfelder befinden sich überwiegend in den klassischen Ölförderländern Saudi Arabien, Irak und Kuwait, sowie in Mexiko und China. Hier eine Liste der “TOP 10″:

Name/ Lage
Tagesproduktion in Mio Barrel ca.
Entdeckung ca.
Peak Oil seit
Eigentümer/ Bohrunternehmen
Ghawar/ Saudi Arabien
4,5
1948
2005
Aramco
Cantarell-Ölfeld/ Mexiko
2
1976
2004
Petróleos Mexicanos (PEMEX)
Burgan/ Kuwait
1,7
1938
2005
Kuwait Oil Company
Daqing/ China
0,8
1962
1998
PetroChina Company Limited
Rumaila/ Irak
1,3
1953
n. b.
South Oil Company
Kirkuk/ Irak
0,5
1927
n. b.
North Oil Company
Shaybah/ Saudi Arabien
0,3
1998
2004
Aramco
Shengli/ China
0,7
1961
1990
Shengli Petroleum
Abqaiq/ Saudi Arabien
0,4
1940
1971
Aramco
Prudhoe Bay/ Alaska
0,4
1969
1998
BP Alaska

Exploration

Exploration

Um Erdöl-Lagerstätten aufzuspüren werden entsprechende geophysikalische und chemische Verfahren angewendet.

Mit Hilfe von Vibratoren werden Schallwellen erzeugt, die vom Untergrund reflektiert werden. Diese Reflexionen werden mit entsprechenden Geräten ausgewertet und auf diese Weise dreidimensionalen Bilder (3D-Seismics) der Schichten im Untergrund erzeugt. Damit können Spezialisten die Öl- und Gas Reservoirs ausfindig machen. Hier ein sehr anschauliches Video zu diesem Vorgang:

Sind die potenziellen Öllagerstätten gefunden, beginnen die Bohrarbeiten. Mit Hilfe eines Bohrturmes wird ein Bohrgestänge in die Erde getrieben, wobei meist das sogenannte Rotary-Verfahren angewendet wird. Dabei wird das Bohrgestänge durch einen Drehtisch im Bohrturm in Rotation versetzt.

Trotz der modernen Technik, die zum Auffinden von Erdöl-Lagerstätten verwendet wird, ist nur jede dritte oder vierte Probebohrung erfolgreich.

Förderung

Förderung

Die Fördermenge und Ergiebigkeit einer Lagerstätte hängt von deren geologischer Struktur und der Beschaffenheit des Rohöls ab.

Bei der Ölförderung aus konventionellen Quellen gibt es drei Förderstufen, die jeweils einen Anteil des im Untergrund befindlichen Rohstoffs zutage fördern. Diese nennt man “Primärförderung”, “Sekundärförderung” und “Tertiärförderung”:

Primärförderung

Bei dieser ersten Stufe wird das Erdöl durch den Eigendruck der Quelle, sozusagen automatisch an die Oberfläche befördert. Fällt der Druck ab, so wird mit Pumpen nachgeholfen. Diese erste Förderstufe bringt nur eine Ausbeute von ca. 10 – 20 % des im Boden befindlichen Erdöls.

Sekundärförderung

Wenn der Eigendruck der Quelle entsprechend nachgelassen hat und auch durch Pumpen nicht mehr genug Öl gewonnen werden kann, wird Wasser oder ein Gas eingepresst, um den Druck künstlich zu erhöhen. Mit der Sekundärförderung kann meist die größte Menge an Öl gewonnen werden (ca. 15 – 40 %).

Tertiärförderung

auch EOR (“Enhanced Oil Recovery”) genannt. Hierbei wird mit allerlei Techniken und Chemie gearbeitet um auch noch den letzten Rest an Erdöl zu gewinnen. Allerdings bringen diese Methoden höchstens noch weitere 15 % des insgesamt vorhandenen Öls.

Das gesamte Erdöl einer Quelle kann jedoch selbst im günstigsten Fall nicht entnommen werden. 20 % des Öls einer Quelle sind daher i. d. R. der nicht förderbare Rest.

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