Anteilsklassen
Einleitung
Bei Investmentfonds kommt es häufig vor, daß sie in unterschiedlichen Anteilsklassen angeboten werden d. h. es gibt verschiedene Varianten mit demselben Fondsnamen – aber diversen Zusatzbezeichnungen!
Die Fonds-Varianten können sich hinsichtlich der Anlagewährung, Ertragsverwendung, Ausgabeaufschläge und sonstigen Gebühren, Mindestanlage, Absicherungsgeschäften und sogar darin unterscheiden, daß sie einen anderen Anlageschwerpunkt haben.
Die Bezeichnungen sind in der Investmentbranche nicht einheitlich geregelt.
Klicken Sie die Menüpunkte oben an um sich die Systematik der Anteilsklassen-Bezeichnungen und die Eigenschaften der verschiedenen Anteilsklassen anzusehen!
Fondswährung
Die Wahl der Fondswährung ist wohl der häufigste Grund für eine Investmentgesellschaft, um einen Fonds in verschiedenen Anteilsklassen anzubieten.
Hier sind die Bezeichnungen meist relativ eindeutig. Bei der Fondsreihe BGF World Mining Fund der Investmentgesellschaft BlackRock beispielsweise sind die Währungs-Varianten einfach durch den Zusatz “EUR” für Euro oder “USD” für US-Dollar gekennzeichnet!
Die Entscheidung, ob man nun in der Euro- oder Dollar-Variante anlegen soll führt häufig hinsichtlich des Währungsrisikos zu Kopfzerbrechen.
Hierbei ist es wichtig zu wissen, daß das Währungsrisiko nicht in erster Linie von der Währung der Anteilsklasse abhängt, sondern von den Währungen, in denen die Aktien notieren, die den Anlageschwerpunkt des Fonds bilden!
Ertragsverwendung
Hinsichtlich der Ertragsverwendung gibt es die Unterscheidung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Investmentfonds. Hier werden höchst unterschiedliche Bezeichnungen bei den verschiedenen Fondsgesellschaften verwendet.
So kennzeichnet z. B. die Fondsgesellschaft Franklin Templeton Investments ausschüttende Anteilsklassen mit dem Zusatz “dis” und thesaurierende Anteilsklassen mit ”acc”. Während beim Schweizer Investmenthaus Pictet & Cie lediglich die Ausschüttungs-Varianten mit der Bezeichnung “dy” für “jährlich ausschüttend” und “dm” für “monatlich ausschüttend versehen werden!
Weitere Erläuterungen zur Ertragsverwendung finden Sie hier: Thesaurierung
Ausgabeaufschläge/ Gebühren
Üblicherweise fällt beim Kauf von Investmentfonds ein sogenannter Ausgabeaufschlag von beispielsweise 5% an. Alternativ gibt es jedoch Varianten, bei denen zwar kein Ausgabeaufschlag – dafür aber eine vergleichsweise hohe, regelmäßige Verwaltungsgebühr berechnet wird.
Die Anteilsvarianten ohne Ausgabeaufschlag werden auch mit “No-Load-Fonds” bezeichnet!
Das “Gebührenmodell” der “No-Load-Fonds” kommt bei einigen Investmentgesellschaften von Zeit zu Zeit immer mal wieder “auf den Tisch”. Bei “bestimmungsgemäßem – also langfristigem Gebrauch” von Investmentfonds stellen sich Anleger jedoch mit dem Ausgabeaufschlag besser (noch dazu wenn dieser rabattiert wird).
Anteilsklassen für institutionelle Anleger
Hier gilt der Spruch “Geld kommt zu Geld”.
…wer sehr hohe Beträge in Investmentfonds anlegen kann, bekommt meist nicht nur den Ausgabeaufschlag geschenkt, sondern stellt sich auch bezüglich der internen Gesamtkosten besser.
So wird z. B. der globale Aktienfonds “DJE Dividende & Substanz” der größten bankenunabhängigen Vermögensverwaltung Deutschlands in der Anteilsklasse für institutionelle Anleger (Mindestanlage 150.000€) ohne Ausgabeaufschlag und zusätzlich mit erheblich geringeren jährlichen Gesamtkosten angeboten!

