John D. Rockefeller, Sr.

John D. Rockefeller, Sr.

John D. Rockefeller, Sr.

- Gründer des Öl-Imperiums Standard Oil.

Er ist der Inbegriff des “amerikanischen Traums” und des Kapitalismus. Durch seine unvergleichlichen Erfolge im Ölgeschäft avancierte er schnell zum reichsten Mann der Welt.

Eines seiner berühmtesten Zitate lautet sinngemäß:

“Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten!”

Die nachfolgenden Seiten handeln vom Leben des John D. Rockefeller und dem Aufbau seiner Unternehmungen von den Anfängen bis zum übermächtigen US-Ölkonzern “Standard Oil Company”. Insbesondere sind auch die Prägungen durch das Elternhaus beschrieben, welche seinen späteren Lebensweg bestimmt haben.

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…lieber mal eine Stunde über Geld nachdenken? – vielleicht geht`s auch schneller (klicken Sie auf die Ölpumpe unten):


Eltern

Eltern

Der Vater des späteren Öl-Tycoons, William Avery Rockefeller mit den Beinamen “Big Bill” und sogar “Devil Bill”, war damals einer jener fahrenden Händler, die in den ländlichen Regionen umherzogen. Er war groß und kräftig und beeindruckte durch sein imposantes und auch zunächst vertrauenerweckendes Auftreten. Obwohl er als “arbeitsscheu” galt, war er mit vielen Talenten ausgestattet wie: Überaus sportlich, geschickt im Umgang mit Tieren, guter Schütze und Jäger.

Dies und ein entsprechend trickreiches Vorgehen versetzte ihn in die Lage, den schwer arbeitenden Farmern und Gewerbetreibenden allerhand “Kitsch und Träumereien” zu verkaufen. Darunter war auch später seine “Wundermedizin”, die er als

“William Rockefeller, the Celebrated Cancer Specialist”

für viel Geld “unter das Volk brachte”. Er garantierte jedem, daß er damit alle Arten von schweren Krankheiten inclusive Krebs heilen könne, falls sie noch nicht zu weit fortgeschritten wären. Aufgrund derartiger Versprechen verlangte er etwa das doppelte Monatseinkommen eines Arbeiters für eine Flasche seiner Wunder-Arznei.

Insgesamt hatte William Avery Rockefeller wohl genau die Ausstrahlung, die das andere Geschlecht in seinen Bann zogen. So auch die Tochter des durchaus begüterten John Davison in Richford, die er gegen den Willen ihres Vaters im Haus einer Freundin heiratete.

Die spätere Mutter des John D. Rockefeller, Eliza Davison lernte schon bald die dunklen Seiten ihrer Ehe kennen, indem William die Beziehung zu seiner früheren Freundin, Nancy Brown aufrechterhielt – ja sie sogar als “Haushälterin” einstellte. Wenige Monate, nachdem Eliza ihr erstes Kind Lucy zur Welt brachte, wurde William auch Vater von Clorinda, der Tochter von Nancy.

Dies waren die Verhältnisse, in denen John D. Rockefeller das Licht der Welt erblickte. Während sein Vater ständig auf “Geschäftsreisen” war, erzog ihn seine Mutter streng nach dem baptistischen Glauben und, insbesondere zu Disziplin, Ordnung und Nächstenliebe.

Kindheit

Kindheit

John Davison Rockefeller wurde in Richford (Tioga County, Bundesstaat New York) geboren. Seine ersten fünf Lebensjahre verbrachte er aufgrund der ständigen Abwesenheit seines Vaters und daher der Überforderung seiner Mutter in schlechten Verhältnissen.

Als die Familie im Jahre 1843 in das dreißig Meilen nördlich gelegene Moravia (Cayuga County, Bundesstaat New York) zog, verbesserte sich die Situation der Familie.

Sein an Widersprüchen reicher Vater William hatte seine “gutbürgerliche Seele” entdeckt und begann ein seriöses und erfolgreiches Holzgeschäft aufzubauen. Die neue Lebensphilosophie ging sogar soweit, daß er die Bürger von Moravia überzeugte, die erste Schule am Ort zu bauen.

Die stärkste Prägung durch seinen Vater erfuhr der junge John sowohl im positiven als auch im negativen Sinne in Geldangelgegenheiten.

William brachte die Finanzen der Familie durch seinen unsteten Lebenswandel häufig in Schwierigkeiten, was in der Folge das Rechnen mit dem “spitzen Bleistift” erforderlich machte. Diese peinlich genaue Buchführung wurden später eine jener Qualitäten, die den Erfolg des Ölmagnaten ausmachten!

Schon früh begann John D. Rockefeller mit kleineren Geschäften und Gelegenheitsarbeiten Geld zu verdienen und dies eisern zu sparen. Bestimmend für sein späteres Leben war die Erziehung zu fortwährendem Spenden, was ihm insbesondere seine Mutter beibrachte.

Jugend

Jugend

Kirche und Religion gaben Rockefeller großen Halt im Leben und so ließ er sich 1854, im Alter von 16 Jahren aus eigenem Antrieb taufen.

Vater William hatte sich mittlerweile von der Familie zurückgezogen und kam aufgrund seiner erneuten Eskapaden finanziell unter Druck. Auf seinen Vorschlag hin, besuchte John Anfang 1855 für 10 Wochen das private E. G. Folsom’s Commercial College in Cleveland, Ohio, um doppelte Buchführung, Handschrift, kaufmännische Korrespondenz, Banken- und Börsenwesen, Wirtschaftsgeschichte, Zahlungsverkehr und Wirtschaftsrecht zu erlernen.

Mit diesen Qualifikationen begann er noch im selben Jahr, sich bei Eisenbahngesellschaften, Banken und Großhändlern zu bewerben. Es war damals nicht einfach, Arbeit zu finden und so hatte er schon viele Wochen erfolglos aber hartnäckig Arbeitsstellen abgeklappert, bis er eines Morgens in das Büro von “Hewitt & Tuttle, Agenten und Spediteure” kam.

Henry B. Tuttle stellte ihm einen Buchhalterposten in Aussicht und Isaac L. Hewitt stellte ihn als zunächst unbezahlten Lehrling ein.

Hewitt & Tuttle

Hewitt & Tuttle

 

Hewitt & Tuttle war ein Handels- und Transportunternehmen mit einer breiten Palette von Produkten. Dadurch lernte Rockefeller, wie man Handelsgewinne mit verschiedenen Arten von Nahrungsmitteln und Bodenschätzen erzielt!

Wie wir schon wissen, stand die Tätigkeit des Buchhalters im Einklang mit vielen seiner wesentlichen Eigenschaften und Grundprinzipien wie Disziplin, Ordnung, Genauigkeit und der Begeisterung für Zahlen. Er beeindruckte seine Arbeitgeber, indem er komplizierte Transportgeschäfte perEisenbahn und Schiff organisierte. Da er hart und sehr erfolgreich arbeitete, steigerte sich sein Gehalt erheblich.

Während sich im Jahre 1857 eine schwere Wirtschaftskrise ereignete, nahm Rockefeller den Platz von Henry B. Tuttle als Chefbuchhalter ein, nachdem dieser die Firma verließ. Bald begann er, auf eigende Rechnung zu handeln und seine sicherheits- und lösungsorientierte, sowie präzise Arbeitsweise verschaffte ihm die Aufmerksamkeit der Unternehmerschicht in Cleveland.

Der junge Rockefeller war im Jahre 1858 einerseits unzufrieden mit seinem Einkommen und andererseits sah er, daß es wegen der Wirtschaftskrise schlecht um seinen Arbeitgeber stand.

Ferner hatte er natürlich höheres im Sinn und so nahm er die Gelegenheit wahr, die sich ihm durch die erneute Begegnung mit seinem früheren “Folsom`s Klassenkameraden” Maurice B. Clark bot. Dieser war ebenfalls bei dem Handelshaus Otis-Brownell angestellt und plante ein eigenes Unternehmen mit dem erlernten Geschäftszweck zu gründen.

Mit gespartem Geld und 1.000 Dollar, die er von seinem Vater ausleihen konnte, trat Rockefeller im April 1858 als Teilhaber in die neue Firma “Clark und Rockefeller” ein.

Clark und Rockefeller

Clark und Rockefeller

Bereits das erste Jahr verlief äußerst erfolgreich, sodaß immer größere Geschäfte abgewickelt werden konnten.

Um Kapital für die weitere Expansion zu haben, wurde 1859 George W. Gardner, der Sohn einer sehr vornehmen Clevelander Familie als Teilhaber aufgenommen.

Der Beschluß, den Namen Rockefeller in der Firmenbezeichnung gegen damals noch wohlklingenderen Namen “Gardner” zu tauschen, nahm er zwar nach außen mit Gleichmut hin – innerlich war er deswegen jedoch verärgert. Die Firma hieß forthin Clark, Gardner & Co.

Während John D. Rockefeller immer größere Geschäfte forcierte – und dadurch immer höhere Kredite benötigte, wurde ihm klar, daß seine Bonität bei den Banken von Referenzen abhing. Hierbei halfen ihm seine früheren Kontakte mit kirchlichen Würdenträgern, da die meisten Geschäftsleute dieser Zeit sehr religiös waren.

Die Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges verschaffte Rockefeller in vielerlei Hinsicht Vorteile. Zum einen ging der Krieg mit einem starken Wirtschaftswachstum einher und er konnte den Handel mit den stark nachgefragten Gütern vorantreiben. Zum anderen hatte Cleveland eine excellente Lage an den Flüssen und Großen Seen. Ferner begann er den großen Wettbewerbsdruck der Eisenbahngesellschaften zu nutzen, indem er sie gegeneinander ausspielte.

1862 konnte Rockefeller es sich leisten, den “ungeliebten” Teilhaber George W. Gardner aus dem Geschäft zu drängen und wieder unter dem Namen “Clark und Rockefeller” zu firmieren.

Das Ölzeitalter

Das Ölzeitalter

Die “Segnungen des Öls” wurden Rockefeller durch seine Freundschaft mit Samuel Andrews bewußt, den er ebenfalls aus einer Jugendzeit und seinem früheren religiösen Engagement kannte. Andrews hatte sich während seiner Tätigkeit in einer Lardöl-Raffinerie im Eigenstudium umfangreiche chemische Erfahrungen angeeignet. Da er eine berufliche Veränderung suchte, schaute er häufig bei Clark und Rockefeller vorbei um seine beiden Freunde von der Idee der Raffinierung von Erdöl zu Kerosin zu überzeugen.

Gegen den anfänglichen Widerstand von Clark wurde 1863 die Raffinerie “Andrews, Clark & Co.” gegründet, 1865 folgte die zweite Raffinerie “Standard Works” nach.

Ein weiterer Meilenstein war die Produktion von eigenen Ölfässern, die er für ein Drittel des Preises fertigen konnte, den er vorher den Lieferanten bezahlte.

1865 bestand die Geschäftsleitung aus fünf Gesellschaftern und es kam zu einer Auseinandersetzung wegen der Geschäftsführung. Die Teilhaber einigten sich auf einen Verkauf an den Meistbietenden. Rockefeller nahm diese Gelegenheit wahr und erwarb die Firma für eine sehr hohe Summe. Da er Samuel Andrews wieder zu seinem Partner machte, wurde die Firma in “Rockefeller & Andrews” umbenannt. Zur gleichen Zeit sandte John seinen Bruder William nach New York, um dort den Export von Erdöl zu organisieren.

1868 trat Henry M. Flagler zu einer Zeit in das Unternehmen ein, als Überproduktion und großer Wettbewerbsdruck herrschten. Flagler entwickelte die Strategie, das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln um so genügend Kapital für die Übernahme von Wettbewerbern zu bekommen.

Dies war der Startschuß für die Gründung der Standard Oil Company of Ohio!

Standard Oil

Standard Oil

Im Januar 1870 startete also die “Standard Oil Company“, mit John D. Rockefeller als Präsident und Mehrheitsaktionär, William Rockefeller als Vizepräsident sowie Henry M. Flagler als Sekretär und Finanzchef. Bereits bei der Gründung war Standard Oil das Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung Amerikas! Das Wort “Standard” in der Firmenbezeichnung war ein wichtiges Marketinginstrument, da es die Standardisierung der Ölqualität ausdrückte, die sich Rockefeller auf die Fahnen geschrieben hatte. Damals war verunreinigtes Kerosin noch häufig die Ursache für Explosionen bzw. entsprechende Unfälle.

Die Eisenbahngesellschaften waren damals in einer ähnlichen Situation wie die Ölunternehmen und standen unter erheblichem Wettbewerbsdruck! Ebenso wie Rockefeller suchte auch der mächtige Chef der Pennsylvania Railroad, Tom Scott nach Lösungen.

Mit einer gewaltigen Kapitalerhöhung, Anfang 1872 stellte John D. Rockefeller, gemeinsam mit den wichtigen Eisenbahngesellschaften die “Weichen” für die finale Übernahme der Ölindustrie Amerikas!

Ein entscheidender Schritt war der Zusammenschluß in einer privilegierten Dachgesellschaft von Eisenbahn- und Ölunternehmen, der “South Improvement Company” oder kurz SIC. Vor allem für die Ölunternehmer, die der Vereinigung nicht beigetreten waren oder einfach nicht “miteinbezogen” wurden war dies wie ein “Todesurteil”, da die neuen Frachtpreise für Rohöl und raffiniertes Öl für sie quasi unbezahlbar wurden! Aus den Nachfolgeunternehmen von Standard Oil gingen große Teile der heutigen Energiekonzerne hervor, so wie auch der derzeit größte US-Energieriese ExxonMobil.

Öl- und Gas-Konzerne sind heute die größten Unternehmen der Welt - Öl und Gas ermöglicht also nach wie vor ausgezeichnete Gewinne:

Charakter

Charakter

Zunächst einmal fördert die Recherche u. a. folgende (teilweise widersprüchliche) Eigenschaften des “Öl-Tycoons” zutage: Frömmigkeit – jedoch agressives Verhalten gegen Wettbewerber, Großzügigkeit – aber auch Sparsamkeit und grenzenlose Gier, Verschlossenheit – und gleichzeitig weltoffen mit Anteilnahme und Interesse an den Mitmenschen…

Die Interessen Rockefellers waren sehr vielseitig und umfassten die Faszination der Mathematik und selbstverständlich die Möglichkeiten lukrativer Geschäfte, das religiöse Leben als Baptist, das Golfspiel bis hin zur Medizin.

Frömmigkeit versus Agressivität

Von seiner Mutter wurde John D. Rockefeller sehr religiös erzogen. Er lebte aus Überzeugung nach den strikten Regeln der Baptisten, die u. a. kein Rauchen, kein Tanzen und keinen Alkohol zuließen und war dabei stets fröhlichen, humorvollen Gemüts.

Viele seiner Wettbewerber mußten jedoch die harte und unerbittliche Seite des Geschäftsmannes Rockefeller kennenlernen. Kompromisslos ging er seinen Weg, um sein Unternehmen Standard Oil zur dominierenden Profitmaschine zu machen!

Großzügigkeit versus Gier

Rockefeller spendete fortwährend etwa 10% seines Einkommens religiösen oder wohltätigen Zwecken. Einer seiner großen Leitsätze war, daß er immer mehr verdienen müsse um immer größere Summen spenden zu können.

Unternehmerqualitäten

Unternehmerqualitäten

Mut, Pioniergeist, Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit

Früh erkannte Rockefeller die gewaltigen Perspektiven des “schwarzen Goldes” und daß starkes Wachstum ein Grundvoraussetzung für ein Bestehen in diesem neuen Markt war! Entgegen seiner ansonsten vorsichtigen Art und gegen die Bedenken seiner Geschäftspartner forcierte er die Geschäfte auch zunehmend mit Krediten, die ihm die Banken bereitwillig gaben. Sein Ziel, die Marktposition des eigenen Unternehmens immer weiter zu maximieren verfolgte er zielstrebig und beharrlich.

Menschenkenntnis

Für das starke Firmenwachstum benötigte er gute Mitarbeiter – er besaß die Fähigkeit, die entsprechenden Bewerber optimal auszuwählen und einzusetzen. Hier zwei entsprechende Zitate:

„Ich arbeite nach dem Prinzip, daß man niemals etwas selbst tun soll, was jemand anderes für einen erledigen kann.”

„Was mich anbetrifft, so zahle ich für die Fähigkeit, Menschen richtig zu behandeln, mehr als für irgend eine andere auf der ganzen Welt.“ – weitere Zitate

Reichtum

Reichtum

Den Wettlauf um den Titel des reichsten Mannes der Welt, den Rockefeller Anfang des 20. Jahrhunders mit Andrew Carnegie austrug, konnte er klar für sich entscheiden.

John D. Rockefeller war vermutlich sogar der reichste Mensch der bisher auf Erden lebte.

Wer ihm nacheifern möchte, sollte sich auch heute noch mit der “Erfolgsgeschichte Erdöl” beschäftigen (vgl. Rohstoff-Superzyklus). Insbesondere das Thema Öl- und Gas wird noch viele Menschen reich machen – bevor die letzte Quelle versiegt…

 

Drehen Sie Ihre Geldquelle auf:

Fazit

Fazit

Erdöl schuf unermeßlichen Reichtum und ist gerade heute “allgegenwärtig” in Wirtschaft und Privatleben. Die größten Unternehmen der Welt sind mittlerweile die Ölkonzerne.

Sichere und bezahlbare Energie zu erzeugen stellt gerade heute eine ganz besondere Herausforderung für die Zukunft dar – wegen der großen Öl- und Gas-Abhängigkeit der Weltwirtschaft und Gesellschaft, werden Erdöl und Erdgas noch lange Zeit eine führende Rolle spielen!

Zunehmend rückt das Ölfördermaximum in den Fokus der Experten, die über sinkende Fördermengen berichten und dadurch von weiter steigenden Preisen bei Öl und Gas ausgehen. Direkte Investitionen in Öl- und Gasquellen wie auch andere sinnvolle Anlagemöglichkeiten rund um den Energiesektor sind also sehr aussichtsreich.

Sie möchten mehr über Erdöl erfahren? – besuchen Sie unsere zentrale Erdöl-Informations-Seite: Wissenswertes über Erdöl

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