Gegenwart und Zukunft der Weltenergieversorgung
Einleitung
An vielen Stellen auf Trend-Invest.de wurden ja schon die Perspektiven von Kapitalanlagen im Bereich Rohstoffe, Energie und vor allem Erdöl hervorgehoben.
Dieser Artikel soll aufzeigen, wie sich der globale Energiemix derzeit zusammensetzt, wie unsere Einschätzung bezüglich künftiger Energiequellen ist und vor allem, welche Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Energiepreise bestehen!
Obwohl es wünschenswert wäre, daß sich die Welt aus der Abhängigkeit von fossiler Energie befreit, wird unseres Erachtens die Bedeutung der erneuerbaren Energien häufig zu optimistisch und idealisiert gesehen.
Gegenwart
Gemäß einer Analyse des größten US-Energiekonzerns Exxon Mobil Corporation, haben die unterschiedlichen Energieträger derzeit folgende Anteile an der globalen Energieversorgung:
- Fossile Energie: Erdöl 35%, Erdgas 22%, Kohle 4,5% = insgesamt 61,5%
- Biomasse, Wasserkraft, Geothermie: 12,5%
- Atomenergie: 5,5%
- “erneuerbare Energie” (Wind-, Solar-, Bioenergie): 0,5%;
Wie man sieht, spielen Windenergie und Solarenergie derzeit weltweit noch eine sehr geringe Rolle. Gleichzeitig bahnt sich aber durch das Ölfördermaximum bzw. den Rückgang der Öl-Fördermenge eine gravierende Energie-Verknappung an.
Zukunft
Die erwähnte Exxon-Studie sagt ebenfalls aus, daß der globale Energieverbrauch bis zu Jahr 2030 um 28% steigen soll und alle genannten Energieträger außer der Kohle Wachstumsraten aufweisen.
Wer sich mit den Grundlagen der sehr einleuchtenden Peak Oil Theorie beschäftigt, kommt allerdings unweigerlich zu dem Schluß, daß ein solches Wachstum des Angebotes an Öl und Gas kaum vorstellbar ist.
Viele Experten gehen heute davon aus, daß das sogenannte Ölfördermaximum erreicht bzw. überschritten ist und die Fördermenge an konventionellem (billigem) Erdöl bereits jetzt stark abnimmt. Gleichzeitig nimmt aber die Welt-Nachfrage weiter zu!
Das “U.S. Department of Energy (DoE)” prognostiziert eine dramatische Unterversorgung an Energie bereits für die kommenden Jahre (vgl. Grafik -zum Vergrößern anklicken).
Fazit
Die Statistiken der Energiekonzerne über den Energiemix heute und morgen gehen einheitlich davon aus, daß der Stellenwert von Öl und Gas weiter ansteigt.
Diese, für die Energiemultis positive Prognose darf jedoch angezweifelt werden, da das Angebot angesichts des Ölfördermaximums eher sinken dürfte und ein weiterer starker Anstieg des Ölpreises wegen der Verknappung und steigenden Nachfrage unausweichlich scheint!
Ein stark steigender Ölpreis wiederum ist ungünstig für die Konjunktur und führt zu steigenden Zinsen und Inflation.
Vor diesem Hintergrund bieten direkte Investitionen in Öl- und Gasquellen derzeit ausgezeichnete Zukunftsaussichten gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten.
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